Armin Prinz zur Lippe

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Armin Prinz zur Lippe (Detmold), vollständiger Name: Armin Leopold Ernst Bruno Heinrich Willa August Prinz zur Lippe (* 18. August 1924 in Detmold) ist seit 1949 Oberhaupt des Hauses Lippe-Detmold.

Herkunft und Erbe[Bearbeiten]

Armin ist der vierte Sohn des letzten regierenden Fürsten Leopold IV. zur Lippe-Detmold (1871–1949) und seiner zweiten Frau Anna Prinzessin zu Ysenburg und Büdingen (1886-1980), Tochter des Fürsten Bruno zu Ysenburg und Büdingen und seiner Frau Gräfin Berta zu Castell-Rüdenhausen. Am 12. November 1918 musste Fürst Leopold IV. auf den Thron verzichten. Das fürstliche Residenzschloss Detmold verblieb im Familienbesitz. Die Familie mit Armin Prinz zur Lippe als Familienoberhaupt bewohnt dieses Schloss noch heute.

Nach dem Tod seines Vaters 1949 wurde der ältere Halbbruder, Ernst Leopold Prinz zur Lippe (1902–1987) aus der ersten Ehe seines Vaters mit Bertha Prinzessin von Hessen-Philippsthal-Barchfeld (1874–1919), als Oberhaupt des Hauses Lippe-Detmold testamentarisch übergangen. Statt dessen wurde 1949 Armin als Nachfolger bestimmt. Gemäß dem Wunsch seines Vaters nahm er 1949 den Namen Fürst zur Lippe an. Als die zuständige Behörde den neuen Namen in seinen Führerschein schreiben wollte, schaltete sich das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Ein Namensfeststellungsbeschluss schrieb Ende 1950 vor, dass auch für das Oberhaupt des Hauses Lippe die Namensform Prinz zur Lippe gelten muss.

Durch seinen Cousin Bernhard zur Lippe-Biesterfeld (1911–2004) ist Armin mit der derzeitigen Königin der Niederlande, Beatrix van Oranje-Nassau (* 1938), verwandt.

Ausbildung[Bearbeiten]

Nach Abitur, Kriegsdienst und Gefangenschaft absolvierte Armin zur Lippe ein naturwissenschaftliches Studium an der Universität Göttingen. 1954 promovierte er bei Richard Harder mit einer pflanzenphysiologischen Arbeit.

Heirat und Nachkommen[Bearbeiten]

Am 27. März 1953 heiratete Armin Prinz zur Lippe in Göttingen die Biologin Dr. Traute Becker (* 16. Februar 1925 in Hänigsen), Tochter von Gustav Becker und Charlotte Meyer. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor: Stephan Prinz zur Lippe (* 1959).

Tätigkeit[Bearbeiten]

Armin Prinz zur Lippe verwaltet das Erbe des Fürstenhauses in enger Zusammenarbeit mit seinem Sohn Stephan Prinz zur Lippe. Er nimmt am öffentlichen Leben in seiner Region regen Anteil. Er hat eine große Zahl von Ehrenämtern inne. Dazu gehört u.a. der Ehrenvorsitz des Vorstandes des von ihm mitbegründeten Kunstvereins "Lippische Gesellschaft für Kunst". Seit der Gründung des Fördervereins für das Landestheater Detmold (1970) gehört er auch dessen Vorstand an und ist außerdem einer der Kuratoren des von der Lippischen Landeskirche in Detmold betriebenen Wohnheims "Die Burse", in der Studenten der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule für Musik Detmold in einer internationalen Gemeinschaft wohnen. Studenten unterschiedlichster Religionen. Der Bundespräsident hat Prinz Armin 1999 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Genealogisches Handbuch des Adels, Fürstliche Häuser, Band XVII (Gesamtreihe Band 133), C.A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2004
  • Hartmut Platte: Das Haus Lippe in Vergangenheit und Gegenwart, Börde-Verlag, Werl 2006
  • Erich Kittel: Heimatchronik des Kreises Lippe, Archiv für deutsche Heimatpflege GmbH, Köln, 2. verbesserte und ergänzte Auflage 1978
  • Otto Gaul (Bearbeitung): Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Münster 1968
  • Gerhard Peters und Armin zur Lippe: Fürstliches Residenzschloss Detmold. Topp + Möller, Detmold 2008. ISBN 978-3-936867-24-4.
  • Margarete Hamer-Prinzessin zur Lippe-Weißenfeld: 275 Jahre Lippe-Weißenfeld - Wanderung vom Land Lippe in die Lausitz. Band 1, Sollermann, Leer/Ostfriesland 2009, ISBN 3-938897-30-9, S. 360.
  • Jutta Prieur (Hrsg.): Lippe und Livland. Mittelalterliche Herrschaftsbildung im Zeichen der Rose. Ergebnisse einer Tagung in Detmold und Lemgo 2006. Verlag für Regionalgeschichte Bilefeld 2008
  • Armin Prinz zur Lippe: Lopshorn eine Chronik Verlag Topp + Möller, Detmold 2004

Weblinks[Bearbeiten]