Archiv-Technik (Kinefilm)

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche
Template-info.svg Dieser Artikel muß noch wikifiziert werden. Hilf mit!


Die Archiv-Technik für Kinefilm gliedert sich in die drei Gebiete Originale, Sicherung und Restaurierung. Sie setzt im besten Falle schon mit sachgerechter Behandlung und Aufbewahrung der Bild- und Tonoriginale ein.

Zur Absicherung einer Produktion gegen Beschädigung oder Verlust wertvollen Materials stellt man Duplikate her, die nach Möglichkeit an anderem Ort als das Original gelagert werden. Im einfachsten Fall handelt es sich um die Meisterkopie ab Bildnegativ und Tonträger.

Bei der Wiederherstellung von Filmen entsteht als klassischer Auftrag der Archiv-Technik regelrecht ein frischer Streifen, dessen Bilder von gefährdetem Material stammen. Die dabei zu überwindenden Schwierigkeiten sind Schrumpfung und chemischer Zerfall von Film, körperliche Beschädigung, fotografische Fehler und die allgemeine Unklarheit darüber, ob der Streifen vollständig ist und in welchem Ablauf.

Das Gewöhnliche[Bearbeiten]

Erhaltenswürdiger Film soll Schicht innen nicht zu stramm auf größtmöglichen Kern gewickelt werden, mit dem zusammen die Portion in Beutel und Dose paßt. Der Film soll mit genügend Allonge eingefaßt sein. Als Kernematerial hat sich PS bewährt. Der Beutel ist von Vorteil aus Cellophan und die Dose ebenfalls aus Kunststoff. Metalle sind grundsätzlich vom Film fernzuhalten, weil sie chemische Reaktionen katalysieren können. Die Filmdosen sollen zum Filmformat passen.

Eine gute Variante der Beschriftung ist Prägedruck (nach außen) bei Blechdosen. Kunststoff-Filmdosen kann man mit Wärme einen Eindruck geben.

Spezial-Technik[Bearbeiten]

Für Sicherungselemente ist nur das Beste gut genug. Zwischenpositiv und Zwischennegativ sollen mit einer Präzisionskopiermaschine belichtet werden. Dank dem Fortschritt in der Rohfilmfabrikation stehen seit dem Jahr 2001 verlustfreie Möglichkeiten offen.

Zur Restaurierung entstehen immer wieder neue Versuche, den brüchigen oder klebrigen Filmen beizukommen. Bereits aneinander haftende Windungen einer Rolle kann man unter geeigneter Flüssigkeit, die beim Nitrofilm auch kühlend wirkt, mit Sorgfalt lösen. Dazu braucht man Tröge mit Abzughauben und Eingrifflöchern und Handschuhen.

Viele Filme trocknen aus. Risse und aufplatzende Klebestellen müssen verrundet bzw. gereinigt und neu gefasst werden. Die Arbeit erfordert Tageslicht und saubere Montagetische.

Kopieranlagen, deren filmführende Teile auf die Schrumpfung eingestellt werden können, stellen wichtiges Anlagekapital dar. Es gibt auch Einrichtungen, auf denen extrem schlecht erhaltene Filme von Hand Bild um Bild bewegt werden, trocken oder unter passender Flüssigkeit. Zu den Kopierflüssigkeiten zählen Chlorkohlenwasserstoffe, Freon-Gemische und ausgesuchte Öle.

Zur Erhaltung der Farben stellt man auf schwarzweißen Filmmaterialien Auszüge her. Die Rot-, Grün- und Blau-Bildanteile werden getrennt abkopiert. Man kann sie später wieder auf frisches Colormaterial kombinieren.

Zur Rettung von Lichttonspuren auf schrumpfendem Film gibt es das Verfahren Orthopos. Einzelheiten sind nicht bekannt.


Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.
Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.


.