Andreas Krafack

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Andreas Krafack (* 8. März 1960 in Wien) ist ein österreichischer Psychologe und Psychotherapeut. Er gilt als einer der Pioniere der Verbindung von universitärer Lehre und Angewandter Psychologie in Wien.

Leben[Bearbeiten]

Andreas Krafack promovierte 1982 an der Universität Wien auf den Fachgebieten Psychologie und Psychopathologie. Beeinflusst durch die Verdienste seines Großonkels, des österreichischen Nobelpreisträgers für Physik Erwin Schrödinger und seiner weiteren Vorfahren, der beiden Universitätsprofessoren für Chemie Max Bamberger und Alexander Bauer (ehemals Rektor der Technischen Universität Wien), sowie durch Anton Wittmann von Denglaz (Begründer und Rektor der Landwirtschaftlichen Hochschule in Ungarisch-Altenburg) war ihm immer die Verbindung von Forschung, Lehre und Praxis ein Anliegen.

Leistungen[Bearbeiten]

Seit 1985 lehrt er an der Universität Wien am Psychologischen Institut als Lehrbeauftragter im Bereich der Psychologischen Diagnostik. Er wirkt auch im öffentlichen Gesundheitsbereich, ist Sachverständiger, leitete eine Begutachtungsstelle und ein Psychodiagnostisches Labor und lehrte an der Wirtschaftsuniversität Wien und Donau-Universität Krems.

1993 war er am Mental Research Institute (MRI) in Palo Alto in Kalifornien (in der Nähe der Stanford Universität) tätig und arbeitete so in der Palo-Alto-Gruppe um Paul Watzlawick, John Weakland und Richard Fish u. a.

Seit 1990 ist er überwiegend mit der Psychopathologischen Diagnostik und Psychotherapie befasst. Die Erforschung und Therapie von Zwangsneurosen, Depressionen, Panikattacken sowie Angst- und Persönlichkeitsstörungen sind die Schwerpunkte der wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeiten zu denen er publiziert, arbeitet und lehrt. Ebenso liegt der Fokus in Psychodiagnostischen Themen sowie Arbeitspsychologischen Fragen und Gutachten zur Arbeitsfähigkeit, Berufsunfähigkeit und Invalidität.

Werke[Bearbeiten]

  • mit R. Kisser und Ch. Vaughan: Determinationsgeräte. In: Rolf Brickenkamp (Hrsg.): Handbuch apparativer Verfahren in der Psychologie. Verlag für Psychologie Hogrefe, Göttingen/ Toronto/ Zürich 1986, ISBN 3-8017-0227-8.
  • Psychologische Beurteilung eines Rentenbegehrens. In: Klaus D. Kubinger, Helfried Teichmann (Hrsg.): Psychologische Diagnostik und Intervention in Fallbeispielen. Beltz Psychologie Verlags Union, Weinheim 1997, ISBN 3-621-27382-4, S. 241ff.
  • Arbeitspsychologisches Gutachten zur Arbeitsfähigkeit. In: Klaus D. Kubinger, Tuulia M. Ortner (Hrsg.): Psychologische Diagnostik in Fallbeispielen. Hogrefe, Göttingen u. a. 2010, ISBN 978-3-8017-2244-9, S. 381ff.
  • Andreas Krafack: Computerunterstütze Aufmerksamkeitsuntersuchungen und Normierungen bei PatientInnen mit hirnorganischem Syndrom bzw. schizophrener Psychose. Projekt des Bürgermeisterfonds, Wien 1982.
  • Andreas Krafack: Leistungsdefizite bei Drogenabhängigen. Ludwig Boltzmann Institut für Suchtforschung, Wien 1983.
  • Andreas Krafack: Das Arbeitsgebiet des Psychologen im Gesundheitsamt der Stadt Wien. Litteras Universitätsverlag, Wien 1987.
  • Andreas Krafack: Aktuelle Entwicklungen aus dem Mental Research Institute (MRI), Palo Alto Kalifornien. WUV Universitätsverlag, Wien 1993.
  • Andreas Krafack: Zur Diagnostik und Prävention des Burn Out Syndroms offizielles Organ für den Bereich Öffentliches Gesundheitswesen, Wien 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

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