Andreas Ahammer

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Andreas Ahammer (* 5. Januar 1984 in Backnang) ist Autor politik- und rechtswissenschaftlicher Publikationen und Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH). Er studierte Rechtswissenschaft an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn und war von 2006 bis 2008 als Vertreter der Wehrpflichtigen Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen BundeswehrVerbandes e.V. (DBwV).

Wehrdienst in der Bundeswehr[Bearbeiten]

Ahammer wurde 2003 als Wehrpflichtiger zum Grundwehrdienst in die Bundeswehr einberufen. Er leistete seinen Wehrdienst im Bereich der Deutsch-Französische Brigade, im Jägerbataillon 292 in Meßstetten sowie im Versorgungsbataillon (BCS) in Müllheim und wurde 2004 als Obergefreiter der Reserve aus dem Grundwehrdienst entlassen.

Andreas Ahammer wurde 2005 als Reservist zu einer Wehrübung am Zentrum Innere Führung der Bundeswehr einberufen und nahm an einem Lehrgang für Führungskräfte teil. In diesem Rahmen entwickelte er die Politische Bildung im Sinne der ZDv 12/1 fort und produzierte einen Film bei der Informations- und Medienzentrale der Bundeswehr.

Für seine besonderen Verdienste um die Bundeswehr wurde Andreas Ahammer im Jahr 2010 an der Führungsakademie der Bundeswehr durch den Bundesminister der Verteidigung mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Bronze ausgezeichnet.

Ehrenamtliches und politisches Engagement[Bearbeiten]

Ahammer engagierte sich früh, insbesondere während seiner Schulzeit, ehrenamtlich im gesellschaftlichen Bereich. Im Jahr 2005 war er für den Verteidigungspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie 2006 beim Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt MdB in Berlin tätig. Andreas Ahammer ist trotz seines langjährigen Engagements auf bundespolitischer Ebene parteilos.

Vertreter der Wehrpflichtigen[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 wurde er während des Grundwehrdienstes durch die Wehrpflichtigen als Beisitzer der Grundwehrdienstleistenden und Freiwillig zusätzlichen Wehrdienst Leistenden in den Landesvorstand des Landesverbandes Süddeutschland des DBwV e.V. gewählt. Als Sprecher der Wehrpflichtigen im Bereich Baden-Württemberg und Bayern vertrat er die ideellen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen der Wehrpflichtigen gegenüber Politik und militärischen Vorgesetzten. Für sein langjähriges Engagement wurde er mit der Ehrennadel des DBwV ausgezeichnet.

2006 kandidierte Ahammer zusammen mit dem damaligen Sprecher der Wehrpflichtigen für die neuen Bundesländer, Stephan Nachtigall, für das Mandat der Wehrpflichtigen-Vertreter im Bundesvorstand des DBwV. Andreas Ahammer vertrat nunmehr als Mitglied des Bundesvorstandes des DBwV e.V. die ideellen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Wehrpflichtigen gegenüber dem Parlament, der Bundesregierung und der militärischen Führung. Als größter Erfolg seiner Amtszeit gilt die Petition um die Erhöhung des Wehrsoldes an den Deutschen Bundestag. Ahammer, der als Hauptpetent gegenüber dem Parlament auftrat, konnte zusammen mit Nachtigall insgesamt 30.000 Mitzeichner für sein Anliegen gewinnen. In dieser Eigenschaft wurde Andreas Ahammer im Oktober 2007 zu einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses eingeladen. Auf dieses Betreiben hin beschloss die damalige Regierungskoalition aus CDU und SPD die Erhöhung des Wehrsoldes ab dem 1. Januar 2008. Ferner wurde am 13. März 2008 einstimmig das Wehrsoldänderungsgesetz in der 151. Sitzung des 16. Deutschen Bundestages beschlossen.

Andreas Ahammer und Stephan Nachtigall bekleideten das Mandat der Wehrpflichtigen-Vertreter im Bundesvorstand des DBwV, mit Wiederwahl 2007, bis zum Juni 2008 und wurden für ihr Engagement mit der Verdienstnadel in Gold des DBwV ausgezeichnet.

5 plus 1[Bearbeiten]

 
1.Aufl. 2009

Nachdem Andreas Ahammer und Stephan Nachtigall nicht erneut für eine Wiederwahl in den Bundesvorstand des DBwV zur Verfügung standen, widmeten sie sich zusammen dem gemeinsamen Projekt 5 plus 1. Bereits im Frühjahr 2007 setzte sich Ahammer mit der Zukunft der Wehrpflicht in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Als Student der Rechtswissenschaft, aber auch auf Grundlage seiner jahrelangen Erfahrungen aus Wehrdienst und ehrenamtlichen Engagement setzen Ahammer zusammen mit Nachtigall erste Überlegungen in den Konzepten unter den Arbeitstiteln Gesellschaftsdienst und 8 plus 4 um. Infolge weiterer Forschung hielten beide an dem Konzept des Gesellschaftsdienstes fest und erarbeiteten, vor allem aus ökonomischen Erwägungen, das Konzept 5 plus 1 für einen sechsmonatigen Grundwehrdienst in der Bundeswehr.

Im Juni 2008 stellte Andreas Ahammer zusammen mit Stephan Nachtigall das Konzept dem Wehrbeauftragten und den verteidigungs- und sicherheitspolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen sowie hochrangigen Vertretern des Bundesministeriums der Verteidigung vor. Aufgrund der positiven Resonanz aus dem politischen Raum und mit Unterstützung des damaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe arbeiteten Ahammer und Nachtigall an dem Projekt weiter

Ein Jahr nach der ersten Vorstellung des Konzepts veröffentlichten Ahammer und Nachtigall die Monographie 5 plus 1 - Wehrpflicht der Zukunft im Gesellschaftsdienst mit einem Vorwort des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages. Das Buch wurde bei der Nomos-Verlagsgesellschaft in Baden-Baden verlegt und am 19. Juni 2009 in den Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages, im Amt des Wehrbeauftragten, in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wehrpflicht – Legitimes Kind der Demokratie[Bearbeiten]

 
1.Aufl. 2010

Im Ergebnis der Publikation 5 plus 1 und vor dem Hintergrund der im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP festgeschriebenen Verkürzung des Grundwehrdienstes auf sechs Monate, begannen Andreas Ahammer und Stephan Nachtigall im November 2010 einen Sammelband zum Thema Wehrpflicht zu erstellen. Ahammer und Nachtigall konnten für dieses Projekt 50 Autoren für 48 Beiträge gewinnen. Unter anderem sind der frühere Bundesminister der Verteidigung, Karl-Theodor zu Guttenberg und Bundesministerin Kristina Schröder sowie weitere Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Medien vertreten. Der Sammelband ist als siebter Band der Schriftenreihe Wissenschaft und Sicherheit des Bundesverbandes Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) beim Berliner Wissenschafts-Verlag erschienen und wurde am 9. Juni 2010 in der Landesvertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Weblinks[Bearbeiten]