Alexandre Preissmann

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Alexandre Preissmann (* 28. Mai 1916 in de:Neuenburg NE; † 26. Dezember 1990 in de:Grenoble) war ein Schweizer Mathematiker.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang[Bearbeiten]

Alexandre Preissmann besuchte die Primar- und Sekundarschule in fr:La Chaux-de-Fonds. Er studierte Mathematik an der de:ETH Zürich, wo er 1938 seinen Abschluss machte.

Von Dezember 1938 bis September 1939 praktizierend bei Professor de:Ferdinand Gonseth, von Oktober 1939 bis September 1940 Assistent bei Professor de:Louis Kollros. Ab Oktober 1940 Assistent von Professor Gonseth. Diese Arbeit wurde unter der Leitung von Professor de:Heinz Hopf durchgeführt,[1]

1942 wurde er mit einer Studie über die Mathematik der de:Riemannsche Mannigfaltigkeit promoviert. en:Preissmann's theorem[2]

Von 1946 bis 1958 arbeitete er an der ETH Versuchsanstalt für Wasserbau unter der Leitung von de:Eugen Meyer-Peter. 1958 zog Preissmann nach Grenoble, um sich eher der Wissenschaft als dem Ingenieurwesen zu widmen wo er auf den Wasserbauingenieur Francis Biesel (* 1920; † 25. Juni 1993), der Computermethoden entwickelte.[A 1]

Pressman formulierte daraufhin ein implizites Schema zur Lösung der Flachwassergleichungen, das heute seinen Namen trägt.

1958 wechselte er zu Société Grenobloise d’Etudes et d’Applications Hydrauliques (SOGREAH), einem Unternehmen, das 1955 aus einer Gruppe von Design- und Testlabors entstand, die der Turbinenhersteller fr:Neyrpic (heute de:Alstom) seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Grenoble betrieben hatte. From 1958, he worked on the development of mathematical models at SOGREAH in Grenoble. 1948 nahm die Firma Neyret-Beylier-Piccard-Pictet den Namen Neyrpic an, indem sie die vier Namen zusammenzog.

SOGREAH hatte bereits fast ein halbes Jahrhundert Erfahrung in der Planung von hydraulischen Erschließungsplänen, insbesondere von Wasserkraftanlagen.

1968 war Pressmen mit Jean Andrè Cunge (*16. März 1934 in Lodz) [A 2] . an mehreren hydraulischen Modellierungsprojekten im Ausland beteiligt, einschließlich der Modellierung des Mekong-Flusses, [3]

In den 1970er Jahren war SOGREAH einer der ursprünglichen Partner des von der Europäischen Kommission finanzierten hydrologischen Modellierungsprojekts Système Hydrologique European (SHE), zusammen mit dem Danish Hydraulic Institute (en:DHI (company)) und dem UK Institute of Hydrology in de:Wallingford (Oxfordshire)

Das SOGREAH-Team wurde von Alexandre Preissmann und Jean Cunge geleitet und war für die Overland- und Channel-Routing-Komponenten des SHE-Modells verantwortlich.

Pressmen zog sich 1981 von SOGREAH zurück. 1971 wurde ihm der Preis der Société Hydrotechnique de France verliehen, und bei seiner Pensionierung wurde der Band „Engineering Applications of Computational Hydraulics: a hommage to Alexandre Preissmann“ für ihn produziert.

Der Preissmann Schlitz[Bearbeiten]

Die fr:Équations de Barré de Saint-Venant (St. Venant’schen Gleichungen) gelten für den Freispiegelabfluss in offenen Gerinnen. Für die Berechnung des Abflusses unter Druck müssen daher Annahmen getroffen werden, die eine Berechnung auch ermöglichen, wenn der Wasserspiegel über Rohrscheitel ansteigt. (Der fehlende Freiheitsgrad der Einstauhöhe läßt im Zusammmenspiel schwer beschreibare Erscheinungen der de:Gasgesetze maßgeblich werden) In diesem Fall steht in den Haltungen lediglich die Oberfläche der Schächte als freie Oberfläche für die Speicherung zur Verfügung. Daher kann es zu starken Schwankungen des Wasserstandes im Übergangsbereich zwischen Freispiegel- und Druckabfluss kommen. Um die Gültigkeit des Gleichungssystems auch bei Druckabfluss zu erzielen, wurde ein fiktiver kleiner Schlitz in dem Scheitelbereich der Kanalhaltungen vorgesehen, der so genannte Preissmann-Slot [27, 28]. In Folge dieser Annahme stimmt die Drucklinie wie-der mit der Wasserspiegellinie überein. Um nicht tatsächlich nicht vorhandenes Speichervolumen zu erzeugen, muss die Breite des Schlitzes sehr klein gewählt werden. Die Breite des Schlitzes liegt meist im Millime-terbereich.[4][A 3]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. BIESEL , Francis , Licencié ès - Sciences , HYDRAULICS , Born 1920 , Educated : Ecole Polytechnique , Paris * Technical Director , Laboratoire Central BILLARD , Biesel Francis Biesel ( 1920–1993 ) was a French hydraulic engineer and a pioneer of computational hydraulics .
  2. Jean Andrè Cunge (*16. März 1934 in Lodz) [1]
  3. Preissmann-Slot Der de:Hydraulischer Durchmesser, der Quotient aus durchflossene-Fläche A zuḿ benetzten Umfang U wird über dem Scheitel durch die Zunahme des benetzten Umfangs, kleiner. (eine Tendenz, welche bereits ab dem Kämpfer besteht), Zur Attraktion des Konzeptes trägt bei, dass beim Zuschlagen geschlossener unbelüfteter Profile tatsächlich oszilierende Zustände angenommen werden.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinz Hopf , [3]
  2. Alexandre Preissmann, Quelques propriétés globales des espaces de Riemann - · 1942 , [4]
  3. Société Hydrotechnique de France , Xmes Journées de l'Hydraulique , Paris 1968 [ 3 ] A. Preissmann et J. Cunge : Le modèle mathématique du delta du Mékong , 4ème partie « La Houille Blanche » 1968 , No 4 , p . [5]
  4. [27] Preissmann, A. u. Cunge, J. A.: Calcul des intumenescence sur machines electro-niques, in: Proceedings 9th Congress IAHR, Dubrovnik, 1961, S. 656 – 664 [28] Preissmann, A.: Numerische Verfahren zur Berechnung instationärer Gerinneströ-mungen, in: Zielke, W. (Hrsg) Elektronische Berechnungen von Rohr- und Gerin-neströmungen, Erich Schmidt Verlag, Bielefeld 1974, nach, Volker Schaardt, de:Universität der Bundeswehr München, Institut für Wasserwesen Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik Vergleich hydrologischer und hydrodynamischer Kanal-netzberechnungen und Konsequenzen für die praktische Anwendung https://d-nb.info/1019369639/34][6]