Alexander Böhm (Künstler)

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Alexander Böhm

Alexander Böhm (* 3. Mai 1919 in Moschendorf, Burgenland; † 27. Februar 2009 in Leibnitz, Steiermark) war ein südsteirischer Maler und Grafiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Seine Eltern waren der Volksschuldirektor Johann Böhm und Anna Böhm, geb. Hatz. Er hatte vier Geschwister.

Böhm besuchte das Gymnasium in Oberschützen und danach die Lehrerbildungsanstalt in Mattersburg. Dort wirkte der bekannte Eisenstädter Maler Professor Albert Kollmann als Kunsterzieher. Unter seiner Anleitung machte er seine ersten Erfahrungen mit der Landschaftsmalerei. Er arbeitete in Stubenberg in der Oststeiermark als Volksschullehrer, wurde aber dann 1941 zum Kriegseinsatz einberufen. Im letzten Kriegsjahr kam er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und wurde ins nordrussische Sammellager Karelien gebracht.

Nach seiner Heimkehr 1947 wurde er wieder als Lehrer an der Volksschule in Stubenberg angestellt. 1948 übersiedelte er in die südsteirische Stadt Leibnitz und unterrichtete dort an der Hauptschule in den Fächern Bildnerische Erziehung, Deutsch und Leibeserziehung.

Schon bald begann er sein künstlerisches Arbeiten und studierte drei Jahre an der Universität Graz Kunstgeschichte bei Professor Dr. Franz, Dr. Skreiner und Dr. Wagner. Mehrmals nahm er an der Internationalen Sommerakademie auf Schloß Bruneck in Südtirol teil, wo er unter Anleitung der Professoren Claus Pack und Gerhard Gutruf viele Aquarelle und Ölbilder malte. Dort besuchte er auch Seminare für Stillleben, Landschaft, Porträt und Akt. Weiters studierte er beim bekannten Graphiker Ivo Mahlknecht die Technik der Kaltnadelradierung, Ätzradierung und Aquatintaradierung.

In den 1970er-Jahren nahm er an dem Obernberger Sommerkurs für Malerei und Graphik unter der Leitung von Alfred Degenhardt teil und absolvierte Seminare für Lithographie bei Werner Otte in Salzburg. Besonders viele neue Anregungen in der Aquarellmalerei erfuhr er beim Schladminger Sommerseminar für künstlerisches Sehen und Gestalten bei den Professoren OStR. Adolf A. Osterider und Eduard Walcher.

Leistungen[Bearbeiten]

Ab 1976 war er Direktor der Hauptschule Leibnitz.

Böhm hat in mehr als 40 Personalausstellungen sein umfangreiches künstlerisches Werk einer interessierten Kunstgemeinde gezeigt. Zusätzlich war er bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt. Er war bekannt für seine stilvollen Aquarelle, aus denen seine Liebe für das Schöne und Harmonische zu erkennen war.

Zitat[Bearbeiten]

„Meine Bilder entstehen, so glaube ich, aus meiner Freude an der Natur, aus meinem Bedürfnis nach Harmonie und Schönheit und aus meiner positiven Grundeinstellung zum Leben. Und das in einer Zeit, die so oft nur das Negative sieht. Wenn es mir gelingt, mit meinen Bildern diese positive Sicht der Welt zu vermitteln und anderen Menschen Freude zu bereiten, hat sich meine künstlerische Arbeit gelohnt.“

Alexander Böhm

Ehrungen[Bearbeiten]

Böhm wurde 1971 zum Schulrat und 1979 zum Oberschulrat ernannt. In seiner Funktion als Bezirksleiter der Österreichischen Turn- und Sportunion Leibnitz erhielt er am 30. Oktober 1971 das "Ehrenzeichen in Gold".

Am 23. Juni 1994 wurde ihm vom steiermärkischen Landeshauptmann Dr. Josef Krainer das „Goldene Ehrenzeichens des Landes Steiermark“ verliehen. Weiters erhielt Böhm für besondere Verdienste um die Stadt Leibnitz am 17. März 1995 die „Ehrenplakette der Stadtgemeinde Leibnitz in Silber“.

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