Akademische Verbindung Leibniz

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Wappen
Wappen AVLeibniz.jpg
Basisdaten
Hochschulort: Stuttgart, Deutschland
Gründung: 26. Juni 1946, in Stuttgart
Zirkel: Zirkel! jpg.jpg
Internetseite: www.avleibniz.de

Die Akademische Verbindung Leibniz ist eine schwarze, nichtschlagende, gemischte Studentenverbindung, die 1946 als Demokratischer Hochschulclub in Stuttgart gegründet wurde. Sie ist nach dem 2. Weltkrieg die erste wieder zugelassene studentische Vereinigung während der Besatzungszeit (amerikanische Besatzungszone).

Geschichte[Bearbeiten]

Am 26. Juni 1946 wurde in Stuttgart der unabhängige Demokratische Hochschulclub an der damaligen TH Stuttgart gegründet. Bereits mit Gründung wurden Frauen in den Studentenclub aufgenommen, weshalb die AV Leibniz die erste gemischt-gegründete Studentenverbindung Deutschlands ist.

Nach einer wechselhaften Anfangszeit unterhält die AV Leibniz seit 1966, durch den Kauf eines Verbindungshauses in Stuttgart, einen kontinuierlichen verbindungsstudentischen Betrieb.

Die Gründerjahre[Bearbeiten]

Die AV Leibniz wurde am 26. Juni 1946 mit dem Namen Demokratischer Hochschulclub an der heutigen Universität Stuttgart durch Karl-Ernst Raith gegründet. Die Gründung beruht auf der Erfüllung des Zwecks zur Pflege der Gemeinschaft und der studentischen Belange.

Auf Grund des großen Mitgliederzulaufs, wurde der Demokratische Hochschulclub in drei Parallelclubs aufgespalten. Der heute noch existierende Club, der Parallelclub I, benannte sich wenig später, am 5. Februar 1947, in Akademischer Club Leibniz um.

Ab dem Sommersemester 1947 wurden die ersten Convente auf dem Haus der Landsmannschaft Borussia Stuttgart abgehalten, die über keine eigene Aktivitas verfügte. 1948 erfolgte die Umbenennung in Akademische Verbindung Leibniz, und unter Ausschluss der weiblichen Mitglieder wurde das Band der Borussia aufgenommen. 1950 fusionierten beide Verbindungen zur Akademischen Verbindung Borussia. Mit der Wiedereinführung der Pflichtmensur im Coburger Convent (CC) 1952 beschloss die Aktivitas der AV Borussia den Austritt aus dem CC, woraufhin es zur Spaltung der Verbindung kam.[1] Acht Aktive und die Altherrenschaft formierten sich erneut zur Landsmannschaft Borussia, während die Mehrheit der Aktivitas der AV Borussia in der Denkwürdigen Sitzung in den Ruinen des Alten Stuttgarter Schlosses am 5. Juli 1952 den heute noch geltenden Namen annahm.

1956 bis 1995 war die AV Leibniz Mitglied im Wernigeroder Schwarzen Verband, dem späteren Miltenberg-Wernigeroder Ring.

Im Jahre 1966 konnte am Fuß des Killesberges in Stuttgart ein Verbindungshaus erworben werden, das 1972 eingeweiht wurde.

Seit 1982 werden auf Basis des Gründungsgedankens auch wieder Frauen in die Verbindung aufgenommen.

Grundsätze der AV Leibniz[Bearbeiten]

Namensgeber ist der Verbindung ist Gottfried Wilhelm Leibniz, welcher das liberale und diplomatische Vorbild in seinem wissenschaftlichen, politischen und persönlichen Denken sowie Wirken bis heute darstellt.

Vor dem Hintergrund ihrer 12 Grundsätze, hat die Akademische Verbindung Leibniz ein lebenslanges Zusammenleben und Zusammenwirken ihrer Mitglieder zum Ziel. Erreicht wird dieses durch das Zusammenführen der „Aktiven“, der Studenten welche das aktive Leben der AV Leibniz tragen, und der „Altherrenschaft“, welche aus ehemalig studentischen Mitgliedern der AV Leibniz besteht und langfristig sowohl ideell als auch finanziell den Zusammenhalt der AV Leibniz bewirkt.

Um die Studienzeit nicht nur als fachliche Ausbildung zu erleben, soll durch gemeinsame Aktivitäten und Zusammenleben innerhalb des freundschaftlichen Kreises die eigene Persönlichkeit bewusst weiter entwickelt werden.

Die Mitglieder der AV Leibniz verbindet die Lebenshaltung, jedem Menschen unvoreingenommen zu begegnen und ihm selbstlos wie auch verantwortungsbewusst zu helfen.

Eine ethnische, religiöse oder politische Zugehörigkeit der Mitglieder sind weder Voraussetzung noch Hindernis für eine Mitgliedschaft: "Die Verbindung verpflichtet sich, die geistige Freiheit der Mitglieder nicht anzutasten."

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

  • Rolf Isermann (*1938), Deutscher Ingenieur und Professor für Regelungstechnik im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Darmstadt
  • Franz Krauss (*1982), Architekt; Professor für Tragwerkslehre an der RWTH Aachen (1972 bis 1993); Verfasser Grundlagen der Tragwerkslehre, Band 1 und 2, sowie "Tabellen zur Tragwerkslehre"
  • Werner Braun (*1944), Professor für Leistungselektronik und Regelungstechnik an der Hochschule Esslingen
  • Hans-Martin Rein (*1935), Professor an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Ruhr-Universität Bochum
  • Erwin Thomanetz (*1943), Professor am Institut für Abfallwirtschaft und Abluft an der Universität Stuttgart
  • Salla Kuhmo (*1978), deutsch-finnische Künstlerin

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Akademische Verbindung Leibniz e.V.: 50 Jahre Akademische Verbindung Leibniz Stuttgart, Stuttgart 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinz Kraus: Die Landsmannschaften und Turnerschaften des Coburger Convents. Studentengeschichtliche Vereinigung, 1978. S. 37.
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