Adverse Childhood Experience Study

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Die Adverse Childhood Experience Study (ACE) ist eine Forschungsstudie, welche den Zusammenhang herstellen will zwischen ungünstigen Erfahrungen in der Kindheit und späteren Erkrankungen bei Menschen. Mit einem Stichprobenumfang von n=ca. 17.000 Personen ist die Untersuchung als groß angelegt zu bezeichnen.

Leitung der Studie[Bearbeiten]

Die Studie wurde durchgeführt u. a. durch Robert F. Anda, MD, MS Epidemiologist, Centers for Disease Control, Atlanta, USA und Vincent J. Felitti, MD, Internist Kaiser Permanente, San Diego, USA.

Ergebnisse der Studie[Bearbeiten]

  • ACEs (Schädliche Kindheitserlebnisse) kommen oft vor. 66,7% der Beteiligten berichteten mindestens von einer ACE.
  • ACEs neigen dazu, in Gruppen aufzutreten: Die Menschen, die von >=1 ACE berichteten, gaben zu 87% eine weitere ACE an. 70% berichteten 2 oder mehrere andere, und über die Hälfte hatten 3 oder mehr andere.

Eine genauere Übersicht liefert hierzu folgende Resultate:

  • 33% berichten von keiner ACE
  • 26% berichten von einer ACE
  • 16% berichten von zwei ACEs
  • 3 ACEs werden von 10% benannt, 4 von 6%, 5 von 5% und 6 von immerhin 6% der Befragten
  • Ergebnisse nach Gruppen von Belastungen:

- Misshandlungen:

  1. Gefühlsbedingt: 10%
  2. Körperlich 26%
  3. Sexuell 21%

-Vernachlässigung:

  1. Gefühlsbedingt: 15%
  2. Körperlich 10%

Einflüsse von ACEs auf spätere Schwierigkeiten und Erkrankungen[Bearbeiten]

Es zeigte sich, dass im Vergleich zu Personen mit ACE Punktzahl 0, diejenigen mit Punktzahl 4 oder mehr eine doppelte Wahrscheinlichkeit aufwiesen, Raucher zu sein, 12mal wahrscheinlicher Selbstmord versuch haben, 7mal wahrscheinlicher Alkoholiker sind, und 10mal wahrscheinlicher Straßendrogen eingespritzt haben.

Weblinks[Bearbeiten]

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