Adelrich Crepaz

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Adelrich Crepaz (* 1904 in St. Ulrich im Grödental; † 3. Januar 1970) war ein Tiroler Holzbildhauer.

Adelrich Crepaz erlernte den Beruf seines Vaters – er wurde Bildhauer, wie so viele im Grödental.

Inhaltsverzeichnis

Biografie[Bearbeiten]

1940 verließ er als „Optant“ mit Frau Emilie und Sohn Edmund seine Heimat und zog in die Nähe von Chemnitz; dort hatte er das Angebot eines Schlossherren, künstlerisch tätig zu sein. Schon nach 6 Monaten zog er wieder nach Seefeld in Tirol, einen aufstrebenden Tourismusort, in dem es noch keinen anderen Bildhauer gab. 1942 erfolgte seine Einberufung zur Wehrmacht mit anschließendem Einsatz an die Südfront.

Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft gründete er seine erste Werkstätte. Sein Sohn Edmund erlernte das gleiche Handwerk. Der Familienbetrieb prosperierte – Frau Emilie Crepaz bemalte oder vergoldete die Schnitzereien aus der Werkstätte Adelrich und Edmund Crepaz. Mit 65 setzte sich Adelrich Crepaz, gesundheitlich bereits schwer angeschlagen, zur Ruhe und übergab den Betrieb seinem Sohn Edmund. Nur ein Jahr später verstarb der Vater.

Bedeutende Werke[Bearbeiten]

„Das letzte Aufgebot“ von Franz Defregger in Reliefform: Eine Auftragsarbeit der NSDAP als Geburtstagsgeschenk für Gauleiter Franz Hofer. Das Werk ist verschollen.

Am gleichen Thema arbeitete er unmittelbar nach dem Krieg in freien Stunden. In fünf Jahren entstand eine kleinere Form des „Letzten Aufgebotes“ – sein Meisterwerk. Trotz großer Not widerstand er selbst lukrativsten Kaufangeboten und verfügte, dass dieses Kunstwerk für immer in Familienbesitz bleiben müsse.

Als bedeutend gilt ein Schachspiel mit ca. 20 cm großen Figuren, welches den Freiheitskampf der Tiroler gegen die Franzosen darstellt. Andreas Hofer als König, das Mädchen von Spinges als Dame, Joachim Haspinger und Josef Speckbacher als Läufer und zwei Haller Münztürme sowie acht typische Bauernköpfe. Bei den Franzosen Napoleon als König mit Josephine; die Marschalle François Joseph Lefebvre und Michel Ney als Läufer und die Türme der Tuilerien.

Weiter zahlreiche sakrale Werke, Tiermotive sowie Spiegelrahmen.

Werke in Museen[Bearbeiten]

Im Heimatmuseum Gießenbach in Seefeld befinden sich zwei Reliefs von Adelrich Chapez, die durch Schenkung ins Museum gelangten.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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